Home
  Präventionsmedizin
Gynäkologie
  Frauenarztbesuch
  Untersuchungen
  Instrumente
  Operationen
  Körperliche Beschwerden
  Scheidenmillieu
  Wechseljahre
Krebs
Blasenkrebs
  Brustkrebs
  Darmkrebs
  Eierstockkrebs
  Gebärmutterhalskrebs
  Gebärmutterkrebs
  Vaginalkarzinom
  Vulvakarzinom
  Prostatakrebs
  Verhütung
  Kinderwunsch
  Schwangerschaft & Geburt
  Fett weg Spritze
  Sexualität
  Alternative Heilverfahren
  Reisemedizin
  Anti-Aging
  Wellness
  Ernährung
  Beauty
  Körperpflege
  Forum
  Krankheiten
  Suche Frauenarzt

Blasenkrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 28.750 Menschen an Blasenkrebs. Das sind ca. 3% aller bekannten Krebserkrankungen – Tendenz leider steigend.

Männer erkranken nachweislich etwa drei- bis viermal so häufig als Frauen. Dabei gehört diese Erkrankung eigentlich zu den vermeidbaren Krankheiten, deren größter Risikofaktor neben anderen Ursachen hauptsächlich das Rauchen ist.

Das Risiko, Harnblasenkrebs zu bekommen, ist bei Rauchern nachweislich sechsmal höher als bei Nichtrauchern.

Die Prognose um das Überleben dieses Blasenkarzinoms ist natürlich sehr stark vom Grad der Ausbreitung zum Zeitpunkt der Diagnose abhängig. Auch hier gilt – je früher desto besser.

Grundsätzlich ist das Harnblasenkarzinom ein bösartiger Tumor bei dem man ein Wachstum von papillären (knospenartigen), oberflächlichen und infiltrierenden (ins Gewebe eingedrungenen) Karzinomen unterscheidet. Statistisch handelt es sich bei etwa 75% der festgestellten Erkrankungen um ein relativ gutartiges papilläres oder oberflächliches Karzinom.

 

Wesentliche Ursachen für Blasenkrebs sind beispielsweise chronische Harnblasenentzündungen die durch permanente Harnwegsinfektionen, Dauerkatheder oder Blasensteine begünstigt werden. Auch chemische Substanzen, die bei der Herstellung von Gummi oder in der Anilinindustrie verwendet werden, können Auslöser der Erkrankung sein.

In vielen tropischen Ländern ist die Bilharzirose, hervorgerufen durch Einzeller im Wasser, eine häufige Ursache dieses Karzinoms. Heute sind etwa 300 Millionen Menschen von Bilharzerose betroffen und der globale Tourismus sorgt auch hier für eine weitere Ausbreitung.

Leider können selbst Medikamente wie Cyclophosphamid oder Phenacetin – das bereits seit 1988 nicht mehr zugelassen ist – das Krebsrisiko erhöhen.

Häufige Symptome und Diagnose

Ein sehr häufiges Symptom für ein Blasenkarzinom ist die Blutbeimengung zum Urin und häufiges, schmerzhaftes Wasserlassen. Zwar kommt diese Blutvermischung bei sehr vielen Harnblasen- oder Nierenerkrankungen vor, doch ein Harnwegsinfekt ohne Fieber ist ein ernst zunehmender Hinweis und Verdacht auf Blasenkrebs.

Deutlich blutiger Urin und Schmerzen sind allerdings meist schon ein Anzeichen für die Ausbreitung der Krankheit. Wenn die Harnröhre mit einem Tumor belegt ist, kann es wegen der Stauung auch zu Rückenschmerzen und Nierenentzündungen kommen.

 

Um eine sichere Diagnose stellen zu können sind verschiedene Untersuchungen notwendig. Hierzu gehört neben der Tast- und Ultraschalluntersuchung auch die mikroskopische Untersuchung des Urins im Labor. Tumorzellen werden nämlich sehr selten gleich im Urin gefunden.

Eine weitere sehr sichere Methode stellt die Spiegelung der Harnblase, die so genannte Zystoskopie, dar. Dabei wird entweder unter örtlicher Betäubung oder auch Vollnarkose ein starres oder flexibles Endoskop in die Harnblase eingeführt um das innere der Blase optisch zu beurteilen. Wenn ein Tumor gefunden wird, kann nun gegebenenfalls auch eine Probe entnommen werden, um sie genauer unter dem Mikroskop zu untersuchen.

Die Röntgenuntersuchung der Harnwege mittels einer Computertomografie ergänzt das Diagnoseverfahren.

Eine relativ neue Methode der Früherkennung ist die so genannte Proteinmuster-Analyse. Grundlage dafür ist, dass meist lange bevor die ersten Symptome auftreten, bestimmte Eiweißkonzentrationen im Urin vorhanden sind und sich auswirken. Somit bildet jede Krankheit ihr charakteristisches Proteinmuster die nun miteinander verglichen werden können um schnell zum Ergebnis zu kommen. Die Trefferquote ist bei dieser Methode ziemlich hoch und liegt bei etwa 95%.

Die Therapie des Karzinoms hängt maßgeblich von der Art, dem Stadium und dem Sitz des Tumors ab.
Hier hat das früh erkannte, oberflächliche Blasenkarzinom, das etwa 70-80% aller Fälle ausmacht, natürlich die besten Heilungschancen. Da es sich auf die innerste Schicht der Blasenwand beschränkt und noch nicht in die Muskulatur vorgedrungen ist, lässt es sich mittels einer transurethralen Resektion während der Blasenspiegelung relativ leicht entfernen.
Andere Tumore müssen in der Regel zusätzlich mit einer lokalen Chemotherapie, die über ein Blasenkatheder verabreicht wird, behandelt werden.
Sollte das Karzinom schon weiter fortgeschritten und in die Muskulatur der Blasenwand eingewachsen sein, müssen beim Mann häufig die Harnblase und die Prostata entfernt werden. Bei Frauen betrifft dieser Eingriff neben der Harnblase auch die Gebärmutter und die Eierstöcke. Da nun die Harnblase fehlt, muss der Urin umgeleitet werden, was meist nach außen durch die Bauchdecke geschieht. Ist eine vollständige Blasenentfernung nicht möglich, wird eine Strahlentherapie in Verbindung mit einer Chemotherapie vorgenommen.

In Anbetracht der Schwere dieser Krankheit sind sowohl die Vorbeugung und auch die Vermeidung von Risikofaktoren grundsätzlich natürlich die bessere Wahl, daran besteht kein Zweifel!







Copyright © 1998 - 2009 VitaMe GmbH and their respective owners - All Rights Reserved. - Kontakt | Impressum
Frauenarzt-Index Deutschland: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z