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Hämmorrhoiden

Als Hämorrhoiden werden die krankhaft erweiterten venösen Blutgefäße, die sicher innerhalb des Afters am Übergang von Mastdarm zu Enddarm befinden, bezeichnet. Im Normalzustand dienen die Venen als Schwellkörper und somit zur Abdichtung des Afters. Eine krankhafte Erweiterung führt zur Vorwölbung und somit zu folgenden Symptomen:

Im Anfangsstadium treten meist keine Schmerzen auf, spätere mögliche Anzeichen sind Juckreiz im Afterbereich, Blut im Stuhl, Nässen oder Brennen. Auch schleimige Ausscheidungen können auf Hämorrhoiden hinweisen.

Helles Blut auf dem Stuhl kann auch ein Anzeichen für Polypen oder ein Enddarmkarzinom sein, in jedem Fall sollten Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin darüber sprechen!

Sollten Hämorrhoiden unbehandelt bleiben, können sich Entzündungen, Ekzeme und Geschwüre bilden. Die Schmerzen beim Stuhlgang sind in fortgeschrittenem Stadium stark und Stuhlschmiere tritt ggf. auf, da die Abdichtung durch die Schwellkörper eingeschränkt ist.

Der Arzt/die Ärztin kann durch eine einfache Tastuntersuchung (Rektal-Palpation, Ertasten der Schließmuskel und möglicher Knoten) oder auch durch eine Darmspiegelung abklären, ob es sich tatsächlich um Hämorrhoiden handelt. Die Therapie richtet sich dann nach dem Stadium der Erkrankung:

Im Anfangsstadium erfolgt eine medikamentöse Behandlung mit Salben, evt. Zäpfchen und Sitzbädern. Mögliche Entzündungen sollen so gehemmt und Juckreiz gelindert werden. Im forgeschrittenen Stadium kann eine Verödung (Sklerosierung) oder eine Abbindung der Hämorrhoiden mittels Gummiband (Ligatur) nötig sein, beides führt zum Absterben der Gefäße. Im dritten Stadium ist eine operative Entfernung nötig.

Bei allen medizinischen Maßnahmen ist zusätzlich eine ballaststoffreiche Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und viel Bewegung von großer Bedeutung, um die Verdauung zu regulieren und Verstopfungen vorzubeugen, die als Hauptursache gelten. Weitere begünstigende Faktoren sind: eine konstitutionelle Bindegewebsschwäche, wiederholter starker Druck im Bauchraum, z. B. durch chronische Hustenanfälle, Geburten, sitzende Tätigkeiten oder auch erbliche Vorbelastungen.







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