Erwachsen werden ist nicht leicht. Auf der einen Seite verlangen Schule oder Ausbildung die gesamte Aufmerksamkeit, auf der anderen Seite möchten Sie natürlich auch die schönen Seiten des Lebens entdecken und genießen. Da wartet die erste Party, die erste große Liebe und noch vieles, vieles mehr. Die Teenagerzeit ist also sowieso schon anstrengend genug, da kann man auf einen Körper, der sich ständig verändert, gut verzichten.
Und trotzdem machen alle jungen Frauen in der Pubertät viele Veränderungen durch. Nicht nur der Körper ändert sich, auch die Persönlichkeit und die eigene Denkweise können plötzlich ganz anders sein als in den unbeschwerten Kindertagen. Stress mit den Eltern und unerklärliche Stimmungsschwankungen machen das Chaos mit dem Namen Pubertät gar perfekt. Viele junge Mädchen sehen sich dieser Veränderung hilflos ausgeliefert, dabei gibt es so viele Möglichkeiten, um Rat und Hilfe zu bekommen.
Eine sehr wichtige Anlaufstelle für junge Frauen ist der Gynäkologe. Er versteht am besten, welche Probleme sich in dieser Altersklasse auftun und wie man am besten damit umgeht. Zum Frauenarzt kann man also durchaus auch dann gehen, wenn man überhaupt keine körperlichen Beschwerden, sondern einfach nur zahlreiche Fragen hat. In einem Beratungsgespräch können Sie all Ihre Sorgen und Probleme loswerden, der Fachmann wird Ihnen die Vorgänge in Ihrem Körper ganz nüchtern erklären und Ihnen auch dabei helfen, wieder ausgeglichener zu werden. Sie werden sehen, sobald die Probleme einen Namen und ganz natürliche Ursachen haben, sind sie längst nicht mehr so bedrohlich.
Sie können daher auch dann schon zum Frauenarzt gehen, wenn Ihre Periode noch nicht eingesetzt hat. Sobald Sie Fragen haben, können Sie sich vertrauensvoll an einen Experten wenden.
Absolut nötig ist der Gang zum Frauenarzt nur dann, wenn sich körperliche Beschwerden zeigen, die das allgemeine Wohlbefinden stark einschränken. Sollten Sie zum Beispiel unter starken Menstruationsschmerzen, einem unangenehmen Jucken oder gar undefinierbaren Schmerzen im Unterleib leiden, so ist ein Termin beim Gynäkologen unumgänglich. Wird auf einen Besuch verzichtet, so riskieren Sie, dass sich Zysten bilden oder bakterielle Infektionen auf weitere Organe ausstrahlen.
Auch wenn Sie Ihren ersten festen Freund haben oder ganz allgemein das Thema Sex in Angriff nehmen möchten, sollten Sie vorher mit Ihrem Frauenarzt darüber sprechen. Er wird Sie über die Risiken von Geschlechtskrankheiten aufklären, Ihnen aber auch die Angst vor dem Akt an sich nehmen. Um das Thema Sex und Verhütung kursieren unter Jugendlichen die seltsamsten Gerüchte, da ist es nur ratsam, sich von einem Profi darüber aufklären zu lassen, was nun stimmt und was nicht. Der Frauenarzt hilft Ihnen auch dabei, die Verhütungsform zu finden, die für Sie persönlich am besten geeignet ist.
Für den Besuch beim Frauenarzt gibt es kein bestimmtes Mindest- oder Maximalalter. Allerdings sollte man spätestens zwei Jahre nach dem Einsetzen der ersten Periode eine Kontrolluntersuchung vereinbaren, selbst wenn keine körperlichen Beschwerden vorliegen.