Meine Frau hat seit Schwangerschaft und Geburt unserer Kinder nur noch wenig Lust. Die Initiative geht fast nur noch von mir aus. Abgesehen davon, dass ich mir inzwischen auch sonst Zärtlichkeiten quasi erbetteln muß, habe ich vor allem meine sexuellen Bedürfnisse nun mehrmals deutlich angesprochen. Sie beteuert zwar, dass sie mich noch liebt und begehrt und dass das schon wieder wird, auch wenn ich es nur wenig so fühle, aber manchmal hört man dann ja auch das Gras wachsen und so warte ich nun seit 3 Jahren auf den Durchbruch (wir schlafen momentan ca. 1x pro Monat miteinander, aber stark schwankend)
Was mich allerdings wirklich verwundert bzw. traurig gemacht hat, ist, dass sie sich auch überhaupt keine Gedanken mehr um mich und meine Sexualität macht.
Ich habe ihr gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn sie wenigstens mal nach mir fragt, wie ich damit klarkomme, dass ich mir wünschen würde, dass sie mich auch ab und zu einfach mal so (mit der Hand oder dem Mund) befriedigt oder mich wenigstens mal zärtlich in den Arm nimmt während ich mich selbst befriedige.
Aber sie sagt dann nur, sehr bestimmt aber auch hilflos: "Was soll ich denn machen, wenn ich keine Lust habe?" Sie könne keinen Sex haben, ohne selbst Lust zu haben und überhaupt, ob ich sie denn dazu zwingen möchte. Ich habe das Gefühl, sie versteht mich überhaupt nicht.
Ich kann das in gewisser Weise nachvollziehen, aber ich bilde mir immer ein, wenn es anders rum wäre, dann würde ich mich einfach aus Zärtlichkeit schon um sie kümmern, wenn ich weiß, dass sie das möchte.
So bleibt es einfach ein totales Mißverhältnis: Sie sucht sich die Zeitpunkte aus, wann sie bereit ist, Sex zu haben und ich bin dermaßen ausgehungert, dass ich jedes Mal dankbar bin. Auf lange Sicht habe ich einfach Angst, dass ich nur noch Vater, aber nicht mehr Partner bin und meine Schuldigkeit getan habe.
Was kann ich tun, damit wir wieder mehr zueinander finden?


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
Lesezeichen