Als ich erfuhr,ich hatte Brustkrebs,war ich schockiert.hab geheult.Mein Mann sagte'wir stehen das zusammen durch,versprochen'.
Als ich erfuhr,ich darf 5 Jahre keine Kinder bekommen(bin 33,kinderlos),bin ich zusammengebrochen.Mein Mann sagte,'das wichtigste ist gesund zu werden'
Ich habe 5 Monate Chemo hinter mir.Es war sehr schwer,nicht wegen Chemo,wegen meines Mannes.
Am Anfang war er total lieb,als ich Schmerzen hatte,hat er mich getröstet und alles für mich getan.
Bin eigentlich eine sehr starke Frau,hab mich zusammengerissen,schmeisse allein den Haushalt,kaufe ein,koche täglich frisch.Trotz Schmerzen,Unwohlfühlen.
Mein Mann macht was nur nach Lust und Laune.Jede Bitte sieht er als Befehl,jede Kritik sieht er als Angriff,zu persönlich und aggressiv reagiert er auf alles.
Er hat gesehen, dass ich Chemo recht gut überstehe,und begann mich fertig zu machen(wie früher)Über jede Kleinigkeit wird gestritten,ich habe nichts zu melden,ich soll dankbar sein,dass er mich ernährt,ich nutze die Krankheit aus,um im Mittelpunkt zu stehen,er sei auch wichtig,er kann nicht mehr,er sei ein Mann und ich soll mich unterordnen,ich sei hässlich, er will mit mir nicht schläfen,ihm egelt's.
Er bringt mich regelmäßig zum Weinen,hat keine Grenzen und keinen Respekt.Ist ein Kontrollfreak.Machtspiele jeden Tag.
Meine Mutter war 2 wochen im Oktober, und 3 wochen im Januar da(ich bin aus der Ukraine,und sehe meine Mama 1x im Jahr).Ich hab sie sehr gebraucht.Und mein Mann hat mir ihre Besuche vorgeworfen.
Er will sich(zum zigsten Mal)scheiden lassen,es sei ihm egal, was mit mir passiert,er muss an sich denken,an seine Freiheit,ich enge ein.Sein Versprechen interessiere ihn nicht mehr.
Auf der anderen Seite erzählt er allen,wie toll u stark ich bin,wie er mich liebt,wie schwer er es hat,mich zu unterstützen.
Da stehe ich.ohne Geld,mit einem Macho daheim.Ich habe noch die OP,Bestrahlung,Therapie vor mir.Woher soll ich die Kraft nehmen?ich bin nur noch müde und leer.
Das Leben ist so schön,und kann so kurz sein.Warum versteht es dieser Mensch nicht?Soll ich von Schmerzen weinen, damit er Mitgefühl mit mir hat? Erst dann fühlt er sich stark.Bin ICH zu stark für ihn?Aber ich kann und werde nichts vormachen.
Ich weiss nicht,wie es weiter gehen soll.
Ich sitze jetzt alleine.Er sah fern,den ganzen Tag,ich wollte TAtort sehen,und bisschen zappen.Ein Drama.Ich solle die Klappe halten,blöde Kuh,er entscheidet was angeschaut wird.Den Film sah ich zu Ende,mit Kommentaren,Beschimpfungen.Dann wurde mir die Fernbedienung zugeschmissen und weg war er.Ein Kindergarten.Mein Mann ist 40.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
Lesezeichen