Hallo zusammen,
ich habe mich bei meinem Frauenarzt nach der 3-Monatsspritze erkundigt. Er hat mir abgeraten, weil diese viel zu hoch dosiert sei, daher zu starken Zwischenblutungen führen könne und es nach dem Absetzen schwierig sei, so schnell wieder schwanger zu werden. Stattdessen empfahl er mir Implanon für 330,- Euro, weil das vieeel besser sei, ich nur noch einmal meine normale Regel bekäme und dann 3 Jahre lang absolut rein gar nicht mehr bluten würde. Zusätzlich hat er mir eine 3-Monatsspritze für 30,- Euro verpasst, weil eine anfänglich hohe Dosierung besser sei. Das Ergebnis: Die Regel kam und hielt 4 Monate(!!!) an (natürlich nur als leichte Blutung). Bei der Nachuntersuchung sagte der Arzt plötzlich, es könne ein paar Monate dauern, bis sich das einpendelt, aber dann würde ich super glücklich damit sein. Um die Blutung zu stoppen, verschrieb er mir 3 Packungen - der Apotheker hat zeimlich blöd geguckt - eines Medikaments für zusammen 36,- Euro, das die Blutung evtl. stoppen könnte (immerhin hat er das nicht versprochen...). Als ich mir die Packungsbeilage durchgelesen habe, musste ich feststellen, dass das verschriebene Zeug für Frauen während oder kurz nach der Geburt ist, wenn diese irre viel Blut verlieren - für Schmierblutungen somit gar nicht geeignet. Zu den Nebenwirkungen gehörten derart starke Muskelschmerzen, dass ich zeitweise meine Beine nicht mehr bewegen konnte. Jetzt habe ich immer ca. 2 Wochen meine Ruhe, um dann wieder 3-5 Wochen am Stück durch zu bluten. Ich habe Implanon seit 7 Monaten, nächsten Woche Donnerstag kommt es raus!
Ich gebe ja zu, dass es reichlich naiv war, sich Implanon einzusetzen, ohne sich vorher näher zu informieren (ich habe jetzt gelesen, dass die Blutung nur bei 21% der Frauen wirklich aufhört), aber ich bin schon seit 4 Jahren bei dem Arzt, war zuvor immer sehr zufrieden und habe ihm 100%ig vertraut, zumal er gesagt hat, der habe das Zeug schon vielen Frauen eingesetzt und es habe nie irgendwelche Komplikationen gegeben. Die Packungsbeilage habe ich auch erst nach dem Einsetzen und Bezahlen zu Gesicht bekommen.
Meine Frage: Sind hier rechtliche Schritte gegen den Arzt (nicht gegen den Hersteller) möglich, damit ich zumindest das Geld für das Implantat oder zumindest den Differenbetrag von ca. 200,- Euro zwischen den reinen Inmplantatskosten und dem inkl. Einsatz bezahlten Betrag zurück bekomme? Als Arzt hat er ja eine gewisse Verantwortung und da er mir nicht nur etwas verschwiegen, sondern mir sogar (leider nicht nachweislich) ganz dreist ins Gesicht gelogen und somit mein Patientenvertrauen missbraucht hat, ist das wohl als Betrug zu werten.
Piercingstudios lassen sich doch auch häufig unterschreiben, dass sie auf die möglichen Folgen (Entzündungen, etc.) aufmerksam gemacht haben. Bei Implanon ist so etwas offenbar nicht erforderlich!??
Habe tatsächlich auch schon überlegt, das einfach mal an die Presse zu geben - aber der Name des Arztes darf da´bei ja vermutlich ohnehin nicht erwähnt werden, oder?
Vielen Dank im Voraus für Eure Tipps!
Monika


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