Da hier Kaiserschnitte leider als DAS Non-plus-ultra angepriesen werden, habe ich im Folgenden einmal die Risiken die ein KS für Mutter und Kind birgt, aufgeführt:
Bei einem Kaiserschnitt besteht auch unter sterilen Bedingungen immer das Restrisiko, dass sich die Wunde infiziert. In zehn bis 15 Prozent der Fälle kommt es zu einem FIEBERHAFTEN WOCHENBETTVERLAUF. Auch INFEKTIONEN, DARMTRÄGHEIT, DARMVERSCHLUSS oder ein VERSCHLUSS DER EILEITER lassen sich nicht mit Sicherheit ausschließen. In den meisten Kliniken werden deswegen schon während der Operation vorbeugend Antibiotika verabreicht.
TROTZ ALLER VORSICHT kann es während der Operation zu VERLETZUNGEN AN BLASE, DARM oder an BLUTGEFÄßEN kommen. Im Vergleich zu einer natürlichen, vaginalen Entbindung besteht daher die Möglichkeit von späteren VERWACHSUNGEN und einer VERSTÄRKTEN BLUTUNG.
Eine andere Komplikation kann in WUNDHEILUNGSSTÖRUNGEN liegen, wenn an der Außennaht schmerzende und ästhetisch störende NARBENBILDUNGEN auftreten.
Bei Allergien auf Medikamente, Desinfektionsmittel usw. können vorübergehend typische Reaktionen wie Hautausschlag, Jucken oder Übelkeit auftreten. Schwere allergische Reaktionen sind jedoch sehr selten
Infolge der längeren Bettruhe und der unvermeidlichen Verletzung von Blutgefäßen durch die Operation kann es zur Bildung von BLUTGERINNSELN kommen. Um diese Nebenwirkung zu vermeiden, wird der Frau, bis sie sich wieder normal bewegen kann, täglich eine Thromboseprophylaxe gespritzt. Auch bei einem Kaiserschnitt gilt: Je früher die Frau wieder aufstehen und sich bewegen kann, desto geringer ist die Gefahr einer Thrombose.
Bei nachfolgenden Schwangerschaften wurde beobachtet, dass als FOLGEERSCHEINUNGEN eines Kaiserschnitts ÜBERDURCHSCHNITTLICH HÄUFIGER EILEITERSCHWANGERSCHAFTEN, FEHLGEBURTEN und Fälle von Plazenta praevia auftreten.
Die RISIKEN des Kaiserschnittes FÜR DAS KIND sind im Vergleich zu denen für die Mutter gering. Gelegentlich reagieren Kinder mit Schläfrigkeit oder einem verzögerten Atmungsbeginn auf die Narkose der Mutter. HÄUFIGER als der Kaiserschnitt selbst sind es jedoch BELASTUNGSSITUATIONEN IN DER GEBÄRMUTTER wie vorzeitige PLAZENTAABLÖSUNG oder drohender SAUERSTOFFMANGEL, die eine Behandlung des Kindes nach der Schnittentbindung erforderlich machen.
In Einzelfällen erleidet das Kind durch die Operation kleine SCHÜRF- ODER SCHNITTWUNDEN. Sie heilen meist von selbst ab und müssen nur sehr selten genäht werden.
Außerdem während laut britischer Studie nur 5 von 10.000 Frauen, deren Kinder in einer Vaginalgeburt zur Welt gekommen waren, in einer zweiten Schwangerschaft eine Totgeburt erlitten, stieg dieser Wert nach einem Kaiserschnitt auf 11 von 10.000. Gründe hierfür könnten z.B. sein, dass der Schnitt in die Gebärmutter einige Blutgefäße unwiederbringlich zerstört. Die heranwachsenden Kinder könnten dann nicht ausreichend mit Blut und Nährstoffen versorgt werden und sich deshalb nicht richtig entwickeln. Diese These werde dadurch gestützt, dass viele der vorzeitig verstorbenen Kinder sehr klein für ihr Alter gewesen seien, berichten Smith und seine Kollegen.
Wissenschaftlich bewiesen ist auch, das während einer normalen vaginalen Geburt Hormone freigesetzt werden, die für die endgültige Lungenreife der Kinder verantwortlich sind. Da diese bei einem Kaiserschnitt fehlen, kommt es hierbei viel häufiger zu Atemproblem als bei einer vaginalen Geburt. Auch fehlt bei einem KS der, durch eine normale Geburt auf das Kind einwirkende physische Druck, der das restliche in den Atemwegen verblieben Fruchtwasser hinausbefördert was wiederum ebenfalls zu Atmungsschwierigkeiten führt und ein vermehrtes Absaugen erforderlich macht...
Vielleicht reichen einigen von euch auch diese Gründe immer noch nicht, um lieber vaginal zu entbinden. Mir persönlich sind sie jedoch genug. Auch im Hinblick auf einen mehrfachen Kinderwunsch sollte das Thema Wunschkaiserschnitt gut überlegt sein. So gibt es zum Beispiel Frauen, denen nach dem zweiten Kaiserschnitt gesagt wurde, sie müssten das 3.Kind entweder normal entbinden oder sich auf eine Längsnarbe einstellen, da die alte KS-Narbe, aufgrund des Verwachsungsrisikos nicht noch ein drittes Mal wieder geöffnet werden könnte...
Wie bereits gesagt, ich hatte auch keine leichte Entbindung (Sonntag Blasensprung, keine Wehen, Montag Einleitung, Wehenstillstand, 2. Einleitung, Saugglocke, Dammschnitt, Scheidenriss vom Eingang bis kurz die Gebärmutter, schlampiges Nähen das ein zweites Nähen erforderlich machte...) und trotzdem - ich würde es immer wieder tun. Und was interessieren mich da Promis oder gekrönte Häupter??? Die lassen sich auch liften und viele -normale- Frauen altern in Würde und stehen zu ihren Falten usw. Ich sags jetzt mal ganz überspitzt - aber wenn die Promis von der Brücke springen, springt ihr doch auch nicht hinterher, oder? Warum folgt ihr dann unbedingt dem Wunschkaiserschnitt-Wahn?!
In einer Welt in der alles überholt und technisiert wird, sollte wenigstens -FALLS MEDIZINISCH MÖGLICH- etwas so grundnatürliches wie eine Geburt auch etwas Natürliches bleiben.


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