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Aphrodisiaka - luststeigernde Mittel oder nur Aberglaube?

Schon seit Menschengedenken gibt es Versuche, die menschliche Libido mithilfe der Ernährung zu beeinflussen. Bereits aus der Antike sind Schriften bekannt, die auf die aphrodisierende Wirkung bestimmter Nahrungsmittel hinweisen.

Der Name Aphrodisiakum stammt aus dem Griechischen und leitet sich von der Liebesgöttin Aphrodite ab, die stellvertretend für Liebe, Schönheit und Sinnlichkeit steht.

Aus verschiedensten Kulturen ist eine Vielzahl von Nahrungsmitteln bekannt, die angeblich eine Libido steigernde Wirkung haben. Viele dieser Stoffe wurden inzwischen wissenschaftlich genau untersucht, sodass gesicherte Erkenntnisse zu Wirkungsweisen vorliegen: Die Untersuchungen machten deutlich, dass die Mehrzahl der Stoffe ihre Wirksamkeit eher aus dem Wunschdenken der Anwender gewinnen, als dass man diese auf tatsächlich vorhandene Wirkstoffe zurückführen könnte. So wird in Asien z. B. das zerriebene Horn eines Nashorns als potenzsteigerndes Aphrodisiakum angepriesen. Die wissenschaftliche Untersuchung ergab jedoch, dass keinerlei Effekte nach einer Einnahme messbar sind. Auch der in Asien verbreitete Brauch, die Geschlechtsteile von männlichen Säugetieren als Aphrodisiakum zu verwenden hielt einer genauen Prüfung nicht stand und erwies sich als wirkungslos.

Gleiches gilt für viele Pflanzen, die meist aufgrund ihres phallischen Aussehens den Ruf als Aphrodisiakum genießen, wie z.B. der Spargel, Gurken oder Karotten.

Neben den vielen Mythen, die durch die wissenschaftlichen Analysen aufgedeckt wurden, fanden sich aber durchaus einige Nahrungsmittel, die einen nachweisbaren luststeigernden Effekt haben. So gelten Erdbeeren nicht umsonst als Lustmacher, denn das enthaltene Zink fördert die Bildung des Geschlechtshormons Testosteron und stärkt auf diesem Weg die Libido. Gleiches gilt natürlich auch für andere Nahrungsmittel, die viel Zink enthalten, wie rotes Fleisch, Fisch und diverse Nussarten

Ebenfalls interessant ist die Wirkung von Kaffee auf den Geschlechtstrieb. So fanden Forscher der Universität Michigan heraus, dass Paare, die regelmäßig Kaffee konsumieren, deutlich häufiger Sex haben. Zudem verbessert das Getränk, laut Studien der Universität Sao Paulo, die Beweglichkeit der männlichen Spermien, wobei die Wirkungsweise bisher noch nicht geklärt werden konnte. Neben vielen Stoffen, deren Wirkung wohl ausschließlich auf dem Placebo-Effekt beruht, existieren also durchaus einige Nahrungsmittel mit einer nachgewiesenen luststeigernden Wirkung.


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