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Der Einfluss der Nahrung auf unser Gehirn

Unser Gehirn vollbringt Tag für Tag und Nacht für Nacht Höchstleistungen: Es steuert nicht nur die gesamten Funktionen des Körpers wie Herzschlag und Atmung, sondern sorgt ständig für die Verarbeitung und Bewertung aller Sinneseindrücke, wodurch letztendlich auch Denkprozesse möglich werden.

Diese Leistungen fordern eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen - ungefähr ein Drittel der aufgenommenen Glukose wird dabei in den Zellen des Gehirns verbrannt. Es bestehen also sehr enge Zusammenhänge zwischen der kognitiven Leistungsfähigkeit des Gehirns und der Ernährung. Damit das Gehirn effektiv arbeiten kann und der Organismus leistungsfähig bleibt, werden viele verschiedene Substanzen benötigt. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Zucker, der in Form von Glukose als Brennstoff dient, aber auch verschiedene Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle.

Viele dieser Substanzen, die sog. essentiellen Nährstoffe, können vom Körper nicht selbst gebildet werden, sondern müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Hierunter fallen z. B. die ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die für eine optimale Funktion der Neurotransmitter (Botenstoffe zur Signalübertragung zwischen den Nerven) und somit für die kognitive Leitungsfähigkeit insgesamt unabdingbar sind.

Da Omega-3-Fettsäuren nur in wenigen Lebensmitteln vorkommen, in hoher Konzentration z. B. in fettem Fisch oder auch Lein- und Walnussöl, kommt es hier leicht zu einem Mangel, der von Konzentrationsschwäche bis zu Depressionen und Antriebslosigkeit eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen kann. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren mitverantwortlich bei der Entstehung der Altersdemenz und Psychosen sein könnte. Bei Personen, die wenig Fisch zu sich nehmen, wird von Ernährungswissenschaftlern ausdrücklich die ergänzende Einnahme dieser ungesättigten Fettsäuren in Form von Fischöl empfohlen

Auch einige Aminosäuren, die hauptsächlich für den Aufbau von Neurotransmittern benötigt werden, sind für den Menschen essentiell. Ist die Versorgung mit Aminosäuren mangelhaft, kann dadurch die Weiterleitung von Signalen beeinträchtigt werden, was zu „Kommunikationsschwierigkeiten“ der Gehirnzellen untereinander führt, was wiederum andere Krankheitsbilder evozieren kann: Die Depression wird bspw. mit einem Mangel am Neurotransmitter Serotonin in Verbindung gebracht,  fehlendes Dopamin führt hingegen zur Parkinson-Krankheit und ein Mangel des Acetylcholins wird mit Alzheimer assoziiert.

Darüber hinaus spielt prinzipiell jedes Vitamin im Hirnstoffwechsel eine mehr oder weniger große Rolle, so dass auch hier auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden sollte. Insbesondere die Vitamine der B-Gruppe sind hier von Bedeutung. So konnte in Studien gezeigt werden, dass Folsäure (Vitamin B9) die Synthese von Neurotransmittern unterstützt, während Vitamin B1, B3 und B6 den Hirnstoffwechsel und den Zuckertransport fördern.


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