Seit jeher wird der Ernährung in der Medizin eine große Rolle im Hinblick auf die Erhaltung der Gesundheit zugesprochen. Denn eine ausgewogene Ernährung, die sämtliche Vitalstoffe beinhaltet, hat unbestritten gesundheitserhaltende und gesundheitsfördernde Wirkungen.
In der letzten Zeit sind vor allem die Vitalstoffe oder auch Mikronährstoffe und ihre gesundheitsfördernden Effekte ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Dieser Begriff umfasst verschiedene Stoffe wie Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe, Aminosäuren und Fettsäuren. Vor allem in der orthomolekularen Medizin wird die Wirkung der verschiedenen Vitalstoffe auf den Organismus eingehend untersucht und der Versuch unternommen, die positiven Effekte dieser Stoffe gezielt zu nutzen, indem man sie in Tablettenform gezielt zuführt.
Auch in der Bevölkerung rückt der Zusammenhang von Nahrung und Gesundheit immer stärker ins Bewusstsein - sichtbar z. B. am Boom der Bio-Lebensmittel-Industrie ( weitere Verbraucher Infos ), den steigenden Ausgaben für Nahrungsergänzungsmittel o. a. präventiven Maßnahmen, um positiv auf seine Gesundheit einzuwirken (z. B. Slow Food-Bewegung).
Diese Entwicklung geht einher mit einem immer tieferen wissenschaftlichen Verständnis über die vielfältigen Wirkungen der Stoffe in unserer Nahrung. So wurde z.B. noch vor nicht allzu langer Zeit die Rolle der Ballaststoffe in der Ernährung völlig falsch eingeschätzt: Aus der Tatsache, dass diese Stoffe im Darm nicht resorbiert werden, wurde geschlossen, dass Ballaststoffe keinen Wert für eine ausgewogene Ernährung haben. Erst später wurde erkannt, dass Ballaststoffe die Peristaltik (Darmbewegungen) und die Bakterienflora im Darm in starkem Maße unterstützen.
Für andere Vitalstoffe wie Vitamine und Aminosäuren existieren inzwischen ebenfalls unzählige Forschungsergebnisse, die die vielfältigen positiven Effekte belegen.
Die Erkenntnis, dass dem Körper über die Nahrung (und Nahrungsergänzungsmittel) lebenswichtige Stoffe zugeführt werden können, sollte allerdings nicht zu einem wahllosen Konsum führen, da viele Substanzen bei hoher Dosierung auch negative Auswirkungen haben können. Ein Beispiel hierfür ist das Provitamin Beta-Carotin, das im Verdacht steht, in hohen Dosierungen das Lungenkrebsrisiko bei Rauchern zu erhöhen.
Damit Sie die positiven Effekte der Nahrung nutzen können, ist also zunächst einmal eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse wichtig. So können Sie ziemlich sicher sein, dass Ihr Körper sämtliche wichtigen Vitalstoffe erhält. Eine zusätzliche Substitution bestimmter Substanzen kann im individuellen Fall sinnvoll sein, sollte jedoch am besten vorher mit einem Arzt besprochen werden.