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Operative Eingriffe im Intimbereich als neuer Trend aus den USA

Die Intimchirurgie, also die operative Veränderung des Schambereiches, verzeichnete in den letzten Jahren einen starken Zulauf. Zum Teil handelt es sich um medizinisch sinnvolle Eingriffe, um Beschwerden der Patientinnen zu lindern oder zu heilen, z. B. rekonstruktive Operationen nach Verletzungen im Intimbereich, oder die vaginale Verengung zur Therapie der weiblichen Inkontinenz.

Der größte Teil der intimchirurgischen Eingriffe hat jedoch inzwischen einen rein kosmetischen Charakter und dient dazu, den Schambereich auf künstlichem Weg den aktuellen Schönheitsidealen anzupassen. In den USA sind Operationen dieser Art schon seit Jahren ein florierender Zweig der Schönheitschirurgie und dieser Trend beginnt nun auch in Europa Fuß zu fassen.

Von vielen Experten wird diese Entwicklung zum Teil heftig kritisiert. Obwohl die Eingriffe in der Regel sehr risikoarm sind, lehnen es viele Mediziner konsequent ab, gesunde Organe lediglich aus Gründen der Ästhetik zu operieren. Die Befürworter halten jedoch dagegen, dass viele Frauen starke psychische Probleme entwickeln und nicht in der Lage sind, ihre Sexualität auszuleben, da sie ihren Intimbereich als unattraktiv empfinden, und ein relativ ungefährlicher Eingriff in vielen Fällen das Selbstbild der Patientin maßgeblich verbessern könnte.

In der Tat handelt es sich in der Regel um kleinere Eingriffe mit einer sehr geringen Quote an Komplikationen. Viele Operationen wie z. B. die Rekonstruktion der kleinen Schamlippen oder die Verkleinerung des Schamhügels können sogar unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden, was der Patientin die Belastung und die Gefahren einer Vollnarkose erspart. Die üblichen Risiken einer Operation, wie z. B. Infektionen oder allergische Reaktionen auf das Betäubungsmittel, sind jedoch auch bei intimchirurgischen Eingriffen vorhanden.

Bei Operationen im Inneren des Körpers, wie z.B. bei der chirurgischen Verengung der Vagina, kommt zudem das Risiko der versehentlichen Schädigung von Nachbarorganen wie Blase und Darm hinzu.

Die Kosten für Operationen im Intimbereich sind bis auf Ausnahmefälle von den Patientinnen selbst zu tragen. Je nach Art des Eingriffs und durchführender Klinik können die Preise stark variieren. Eine Verkleinerung der Schamlippen ist zum Teil schon für weniger als 1000 Euro machbar, während die Verengung der Vagina ca. 5000 Euro kostet.

In jedem Fall sollten sich interessierte Frauen ausschließlich an seriöse Kliniken mit umfangreicher Erfahrung auf diesem Gebiet wenden und die Entscheidung für eine Operation nicht von einem günstigen Preis abhängig machen.







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