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Kollagen

Besonderen Stellenwert in der Faltenbehandlung nimmt die Faltenunterspritzung ein. Hierfür können unterschiedliche Substanzen genutzt werden, zum Beispiel, Kollagen, Hyaluronsäure, körpereigenes Fett oder Polymilchsäure.

Kollagen ist eine natürliche, eiweißreiche Bindegewebs-Grundsubstanz. Das Kollagen zur Faltenbehandlung wird entweder aus körpereigenem Bindegewebe gewonnen, meist aber aus Rinderkollagen. Deshalb muss im Vorfeld ein Allergietest durchgeführt werden. Die Wirkung von Kollagen kann bis zu neun Monate anhalten. Kollagen ist eine zähflüssige Substanz und lässt sich deshalb schwierig spritzen.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure kommt im menschlichen Körper vor und besitzt die Fähigkeit, Wasser anzuziehen und lokal zu binden. Das gebundene Wasser verleiht der Haut neue Festigkeit und gibt ihr Volumen.

Die für medizinische Zwecke benötigte Hyaluronsäure wird biotechnologisch hergestellt, ist transparent und hat eine gelartige Konsistenz. Sie hat nur ein geringes Allergierisiko und ist aufgrund ihrer weichen Konsistenz sehr gut für oberflächliche Falten geeignet. Hyaluronsäure wirkt je nach Einsatzort zwischen drei und neun Monaten.

Körpereigenes Fett

Körpereigenes Fett zur Faltenbehandlung wird durch Fettabsaugung unter örtlicher Betäubung gewonnen. Die Haltbarkeit wird sehr unterschiedlich beurteilt. Da es sich um eine körpereigene Substanz handelt, besteht kein Allergierisiko. Von Nachteil ist allerdings seine aufwändige Entnahme, für die ein zusätzlicher Eingriff notwendig ist.

Polymilchsäure

Die schonendste und wirksamste Methode der Faltenunterspritzung ist die Verwendung von Polymilchsäure.

Im menschlichen Organismus kommt Milchsäure zum Beispiel im Darm oder in den Muskeln vor. Polymilchsäure ist biologisch abbaubar – zu Kohlendioxid und Wasser – und wird vom Körper gut aufgenommen. In der Medizin wird Milchsäure seit mehr als 25 Jahren für selbstauflösende chirurgische Nahtfäden und Knochenimplantate eingesetzt. Durch die künstliche Herstellung gibt es bei Polymilchsäure kein Risiko der Verunreinigung durch tierische oder bakterielle Eiweiße, d. h. es ist kein Allergie-Vortest notwendig.

Mit Polymilchsäure ist neben der Faltenbehandlung auch die Therapie von Volumen- und Konturdefekten (Hohlwangen) im Gesicht möglich. Der Wirkmechanismus von New-Fill ist denkbar einfach: unmittelbar nach dem Spritzen bewirkt es eine sofortige Auffüllung der behandelten Bereiche. Nach wenigen Tagen wird das in der Polymilchsäure enthaltene Wasser vom Körper aufgenommen und die Falte sinkt kurzfristig wieder ein. Allmählich kommt es zu einem natürlichen Volumenaufbau der Haut und damit zu einem Ausgleich der Falten. Nach vier bis sechs Wochen ist das Endergebnis sichtbar. Der behandelnde Arzt entscheidet nun mit dem Patienten, ob weitere Behandlungen notwendig sind. Das endgültige Ergebnis kann bis zu zwei Jahre oder länger sichtbar sein. Füllmaterialien sind nach Ansicht von Experten sehr gut zur Faltenbehandlung geeignet.







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