Die nicht operativen Eingriffe zur Faltenbehandlung unterteilen sich in eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden. Die so genannte (Micro-) Dermabrasion, auch als Abschleifen der Haut bezeichnet, ist ein Verfahren, das mittels mikrofeiner Kristalle die geschädigte, obere Hautschicht abträgt. Dadurch wird der Haut signalisiert, dass sie verstärkt neue Zellen bilden soll. Diese frischen Zellen dringen an die Hautoberfläche und verdrängen langsam das alte Zellmaterial. Bereits nach der ersten Behandlung sieht die Haut frischer aus.
Ähnlich funktioniert das chemische Peeling (Abschälen). Die Haut wird hier von trockenen Hautschüppchen befreit, die auf der obersten Hautschicht liegen. Das Entfernen der abgestorbenen Hautzellen regt die Zellerneuerung an, so dass die Haut straffer und widerstandsfähiger wird: Fältchen verschwinden. Für ein chemisches Peeling werden verschiedene Säuren verwendet, zum Beispiel Fruchtsäuren (leichtes Peeling) oder Phenol (Tiefenpeeling). Bereits Kleopatra kannte die Vorzüge von Alpha-Hydroxy-Säure (AHA-Säure) und badete in Milch. Die Frauen des Mittelalters wussten Glykolsäure zu schätzen und rieben sich mit Weintrauben (Weinsäure) die Gesichtshaut ab.
Ein chemisches Peeling kann in unterschiedlichen Stärken durchgeführt werden: vom leichten Peeling im Kosmetikstudio bis hin zum Tiefenpeeling in einer Klinik. Nach einer starken Peeling-Behandlung kann es aufgrund der Verwendung von Säuren zu Hautrötungen bis hin zu Verkrustungen kommen, die unter Umständen erst nach mehreren Wochen abheilen. Experten raten deshalb, die Patienten ausführlich über alternative Behandlungsmöglichkeiten zu informieren, die die Haut weniger angreifen.