Reflexzonen sind Körperbereiche, die wegen ihrer reflexartigen Wechselwirkung mit verschiedenen Körperregionen sowohl diagnostisch (z. B. bei der Irisdiagnose) als auch therapeutisch (durch Massage, Akupunktur und Akupressur) nutzbar sind. Es sind Reflexzonen an Rücken, Füßen, Händen, Ohren, Nasen, Schädel und Bindegewebe bekannt.
Die Reflexpunkte des Fußes bspw. haben einen direkten Bezug zu den Organen, zum vegetativen Nervensystem und zum lymphatischen System. Durch Massage dieser Zonen sind die zugehörigen Organe und Körperregionen somit reflektorisch stimulierbar und beeinflussbar – außerdem können Druckschmerzen einzelner Zonen auf Funktionsstörungen und Erkrankungen entsprechender Körpergebiete hinweisen.
Die Reflexzonenmassage ist eine Behandlungsform, die zu den alternativmedizinischen Behandlungsverfahren gehört. In der Schmerztherapie und bei Durchblutungsstörungen kann dieses Verfahren klassische medizinische Verfahren und physiotheraeutische Anwendungen ergänzen und unterstützen.
Eine Reflexzonenmassage wirkt regulierend auf Körperfunktionen und führt zu einer Steigerung des Wohlbefindens. Sie findet Anwendung zur Schmerzlinderung, zur allgemeinen Beruhigung, zur Steigerung des Wohlbefindens, zum energetischen Ausgleich der Körperorgane sowie zur Vorbeugung und Unterstützung aller Heilungsvorgänge.
So wird beispielsweise das Lymphsystem in seiner Funktion gestärkt, was wiederum zu einer Stärkung des Immunsystems und somit zur Förderung der Selbstheilungskräfte des Organismus führt.
Darüber hinaus hat eine wissenschaftliche Studie gezeigt, dass mit einer gezielten Fußreflexzonenmassage nicht nur eine Widerstandsverminderung im Gefäßsystem der Niere erzielt werden kann, und sich dadurch die Nierendurchblutung vorübergehend positiv beeinflussen lässt, sondern dass auf diesem Wege sogar das vegetative Nervensystem harmonisiert werden kann.
Die speziell für den Wellnessbereich entwickelte Fußreflexzonen-Massage eignet sich also perfekt zur Entspannung und Harmonisierung für Körper und Seele.
Es heißt, in Indien und China seien schon vor 5000 Jahren Behandlungen durch Druckpunkte üblich gewesen. Aus den gleichen Wurzeln stammt auch die Akupunktur, die sich dann stärker durchsetzte. In Europa sind ähnliche Methoden aus dem 16. Jahrhundert und später überliefert – Schmerzen am ganzen Körper ließen sich durch starken Druck auf Finger und Zehen erfolgreich behandeln.
Als Pionier der neueren Reflexzonenmassage gilt der amerikanische Arzt William Fitzgerald (1872-1942). Er hatte sowohl schulmedizinische als auch Kenntnisse über Methoden indianischer Volksmedizin. Fitzgerald teilte den Körper in zehn senkrechte Zonen ein; dies war der Grundstein für die heutige Reflexzonen-Therapie. Später wurden diese Längszonen noch in jeweils drei Querzonen eingeteilt, was auch heute noch als Grundlage dient.