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Mesotherapie – eine Brücke zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin

Eine Verknüpfung zwischen Neuraltherapie, Akupunktur und klassischer Arzneimitteltherapie ist die so genannte Mesotherapie.

Ihren Namen hat sie von dem Ort, an dem sie angewendet wird: In die mittlere Hautschicht, das Mesoderm, werden Injektionen mit homöopathischen oder niedrigdosierten herkömmlichen Medikamenten, der Indikation entsprechend, eingebracht. Die Arznei wird mittels multipler Mikroinjektionen nahe am Ort der Erkrankung appliziert und birgt bei sachgemäßer Durchführung durch den Arzt keine Nebenwirkungen.

Die Mesotherapie ist eine noch recht junge Behandlungsmethode, die besonders in Frankreich, aber auch in Kanada und den USA seit ca. 50 Jahren verbreitet ist. Der französische Arzt Dr. Michel Pistor hat sie als  komplementärmedizinisches Verfahren entwickelt. In Deutschland ist diese schulmedizinisch nicht anerkannte Methode noch relativ wenig verbreitet.

Die Behandlung soll bei vielen Erkrankungen und Problemfällen helfen, etwa bei Durchblutungs- und Wundheilungsprobleme, denn die Mikrozirkulation im Gewebe wird verbessert. So wird die Mesotherapie empfohlen bei arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen, beim Ulcus cruris (offenes Bein) und beim Dekubitus („Wundliegen“). Auch bei schlechter Narbenbildung (Keloid) und Schwangerschaftsstreifen wird die Mesotherapie eingesetzt.

Außerdem findet das Verfahren Anwendung bei rheumatischen Erkrankungen, Arthrosen, chronischen Gelenk- und Wirbelsäulen-Erkrankungen, bei Sportverletzungen und Überlastungsschäden – etwa bei verstauchten Knöcheln, Prellungen und Zerrungen.

Eine spezielle Mikro-Impfung (Mikrovakzination) stärkt die Abwehr gegen Atemwegsinfekte. Deshalb ist die Behandlung sinnvoll in Kombination mit der jährlichen Grippe-Impfung bei Risikopatienten – auch schon bei Kindern – und ist auch bei Asthma und Mukoviszidose als Begleitmaßnahme möglich.

Die Behandlung schützt darüber hinaus vor bakteriellen Infektionen, etwa Bronchitis, Sinusitis und Pharyngitis.

Mesotherapie kann auch bei Stress, Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen, Nervosität, Burn-Out-Symptomatik und depressiven Verstimmungen unterstützend angewendet werden. Ebenso erfahren Patienten mit Kopfschmerzen, Migräne, Gesichtsneuralgien, Schwindel oder Tinnitus Linderung.

Aus der Gynäkologie sind Erfolge bei Menstruationsbeschwerden, wiederkehrenden Entzündungen und sogar bei Unfruchtbarkeit bekannt. Auch bei der Zigarettenentwöhnung, beim Abbau der Fettleibigkeit (Adipositas) und in der ästhetischen Medizin wird das Verfahren eingesetzt.

 







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